PfalzMetall-Präsident Heger: „Es stellt sich jetzt die Standortfrage“

07.11.2019

Der Verband der Pfälzischen Metall- und Elektronindustrie (PfalzMetall) feiert am 7. November 2019 seinen 100. Geburtstag. Auf der Pressekonferenz anlässlich des Jubiläums sprach PfalzMetall-Präsident Johannes Heger über die Lage der Metall- und Elektroindustrie: „Unsere Branche erlebt gerade verschiedene parallele Entwicklungen. Diese sind voneinander unabhängig, verstärken sich aber gegenseitig.“ Er nannte den Konjunkturabschwung, den Strukturwandel mit Digitalisierung und Dekarbonisierung sowie steigende Standortkosten. „Jede Entwicklung alleine ist schon belastend. Aber der Mix dieser parallelen Entwicklungen ist bedrohlich. Oder anders gesagt: Dieser Cocktail ist potenziell giftig.“

Diese kritische Gemengelage erfordere Augenmaß bei der Politik und bei der IG Metall. Augenmaß für die IG Metall heiße: kein Tarifabschluss mehr jenseits der Produktivitätsentwicklung; kein Tarifabschluss mehr ohne flexible Anpassungsmöglichkeiten an die konkreten betrieblichen Bedürfnisse; kein Tarifabschluss mehr, der in der Umsetzung für die Unternehmen zu aufwendig ist. „Oder kurz: billiger, flexibler, einfacher!“, so Heger.

Augenmaß für die Politik heiße: keine weiteren Steigerungen bei Sozialabgaben und Energiekosten. Die Unternehmenssteuern sollten auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau. „Konkret: Wir müssen runter auf 25 Prozent von derzeit knapp über 30 Prozent“, forderte Heger und verwies dazu auf den OECD-Durschnitt von 23 Prozent.

„Wir brauchen diese Entlastung, da unsere Wertschöpfungsketten im Strukturwandel neu organisiert werden“, so der PfalzMetall-Präsident. Neue Techniken bedingten neue Produkte und neue Unternehmenseinheiten, für die sich jetzt die Standortfrage stelle. „Da können wir im internationalen Vergleich nicht als Kostenkönig bestehen. Wir wollen, dass möglichst viel Produktion in Deutschland und in Rheinland-Pfalz stattfindet. Damit wir Produktion hier halten und aufbauen, brauchen die Unternehmen Spielraum, um den Wandel zu gestalten.“

Zur Konjunktur führte Heger aus, dass die Metall- und Elektroindustrie (M+E) in der Rezession stecke. „Wir haben eine goldene Dekade erlebt. Diese ist zu Ende“, sagte der PfalzMetall-Präsident mit Blick auf die Produktions- und Umsatzzahlen in Rheinland-Pfalz.

Der Verband der Pfälzischen Metall- und Elektronindustrie (PfalzMetall) feiert am 7. November 2019 seinen 100. Geburtstag. Auf der Pressekonferenz anlässlich des Jubiläums sprach PfalzMetall-Präsident Johannes Heger über die Lage der Metall- und Elektroindustrie: „Unsere Branche erlebt gerade verschiedene parallele Entwicklungen. Diese sind voneinander unabhängig, verstärken sich aber gegenseitig.“ Er nannte den Konjunkturabschwung, den Strukturwandel mit Digitalisierung und Dekarbonisierung sowie steigende Standortkosten. „Jede Entwicklung alleine ist schon belastend. Aber der Mix dieser parallelen Entwicklungen ist bedrohlich. Oder anders gesagt: Dieser Cocktail ist potenziell giftig.“

Diese kritische Gemengelage erfordere Augenmaß bei der Politik und bei der IG Metall. Augenmaß für die IG Metall heiße: kein Tarifabschluss mehr jenseits der Produktivitätsentwicklung; kein Tarifabschluss mehr ohne flexible Anpassungsmöglichkeiten an die konkreten betrieblichen Bedürfnisse; kein Tarifabschluss mehr, der in der Umsetzung für die Unternehmen zu aufwendig ist. „Oder kurz: billiger, flexibler, einfacher!“, so Heger.

Augenmaß für die Politik heiße: keine weiteren Steigerungen bei Sozialabgaben und Energiekosten. Die Unternehmenssteuern sollten auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau. „Konkret: Wir müssen runter auf 25 Prozent von derzeit knapp über 30 Prozent“, forderte Heger und verwies dazu auf den OECD-Durschnitt von 23 Prozent.

„Wir brauchen diese Entlastung, da unsere Wertschöpfungsketten im Strukturwandel neu organisiert werden“, so der PfalzMetall-Präsident. Neue Techniken bedingten neue Produkte und neue Unternehmenseinheiten, für die sich jetzt die Standortfrage stelle. „Da können wir im internationalen Vergleich nicht als Kostenkönig bestehen. Wir wollen, dass möglichst viel Produktion in Deutschland und in Rheinland-Pfalz stattfindet. Damit wir Produktion hier halten und aufbauen, brauchen die Unternehmen Spielraum, um den Wandel zu gestalten.“

Zur Konjunktur führte Heger aus, dass die Metall- und Elektroindustrie (M+E) in der Rezession stecke. „Wir haben eine goldene Dekade erlebt. Diese ist zu Ende“, sagte der PfalzMetall-Präsident mit Blick auf die Produktions- und Umsatzzahlen in Rheinland-Pfalz.

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