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Südwestmetall zur Jahrespressekonferenz der IG Metall

24.01.20, Südwestmetall

Südwestmetall: IG Metall scheint erkannt zu haben, dass es Ernst der Lage gebietet, in Tarifrunde andere Gangart zu wählen


Dick: „Wir erwarten von unserem Sozialpartner jetzt, dass er uns seine Vorstellungen im Detail erläutert“

24.01.2020, STUTTGART – Die baden-württembergischen Metallarbeitgeber begrüßen, dass die IG Metall die großen Herausforderungen der Metall- und Elektroindustrie (M+E) im Zuge von Digitalisierung und Dekarbonisierung in den Mittelpunkt der diesjährigen Tarifrunde rücken will. „Die Gewerkschaft scheint nun endlich erkannt zu haben, dass es der Ernst der Lage gebietet, in der Tarifrunde eine andere Gangart an den Tag zu legen als üblich“, sagte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick am Freitag in Stuttgart. Er verwies darauf, dass sich die M+E-Industrie seit Anfang 2019 in einer ausgeprägten Rezession befinde und eine Trendwende nicht in Sicht sei.

„Welche Voraussetzungen notwendig sind, den Strukturwandel anzugehen, und wie wir als Sozialpartner unseren Beitrag dazu leisten können, muss auch aus unserer Sicht im Mittelpunkt der Tarifrunde stehen“, sagte Dick: „Wir erwarten nun aber, dass uns die baden-württembergische IG Metall ihre Vorstellungen im Detail erläutert. Es kann doch niemand ernsthaft erwarten, dass wir solch ein Angebot einzig auf der Basis einer Pressekonferenz bewerten.“

Der Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer wies den Vorwurf der IG Metall entschieden zurück, dass viele M+E-Unternehmen nicht ausreichend auf die anstehende Transformation vorbereitet seien: „Unsere Unternehmen prüfen ständig, ob Produkte, Produktion, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten noch passen. Die baden-württembergische M+E-Industrie hat sich schon in der Vergangenheit stets als hoch innovativ und sehr anpassungsfähig erwiesen. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen – aber hier wirken die zuletzt aus dem Ruder gelaufenen Arbeitskosten natürlich belastend.“
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