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Konjunktur-Umfrage von METALL NRW zum Jahreswechsel 2019/2020

30.12.19. Metall NRW

Konjunktur-Umfrage von METALL NRW zum Jahreswechsel 2019/2020

Nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie befindet sich eindeutig in unruhiger See

Präsident Kirchhoff: „Umfrage ist ein deutliches Warnsignal, unser Land ist nicht unverwundbar!“

Bei den Unternehmen der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie hat sich die Stimmung in der Beurteilung von wirtschaftlicher Lage und Erwartungen erneut weiter verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer am Montag in Düsseldorf vorgelegten aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) zum Jahreswechsel 2019/2020, an der 517 Betriebe mit rund 170.000 Beschäftigten des bedeutendsten Industriezweigs des Landes teilgenommen haben. Wie der Verband mitteilte, sind die Umfrageergebnisse Ausdruck einer weiter zunehmenden Unsicherheit in den Unternehmen. Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen befinde sich eindeutig in unruhiger See. Als exportorientierte Branche und Hersteller von Investitionsgütern seien die Unternehmen besonders von den Auswirkungen des wachsenden Protektionismus und der Unruhe auf den Weltmärkten betroffen. Hinzu komme der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens, das einer der wichtigsten Handelspartner der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ist.  

Der Präsident von METALL NRW, Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete die Umfrage seines Verbandes als „deutliches Warnsignal“. In einigen Teilbranchen sei Kurzarbeit wieder an der Tagesordnung. Die großen Branchen stünden durch die Bewältigung von Transformation und Digitalisierung vor enormen Herausforderungen. Mit Blick auf die im Frühjahr anstehende Tarifrunde 2020 sagte Kirchhoff: „Nach Jahren teurer und zu komplexer Tarifvereinbarungen brauchen unsere Unternehmen jetzt einen mittelstandsverträglichen Abschluss.“

Angesichts der gegenwärtigen politischen Debatte warb der NRW-Metallarbeitgeberpräsident erneut für ein neues Grundempfinden für die Bedeutung der Industrie für Wohlstand und Arbeitsplätze. Nur mit einem klaren Fokus auf Investitionen, Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit könne das Land seinen Spitzenplatz unter den internationalen Industriestandorten sichern. Dennoch setze die Politik nach wie vor schwerpunktmäßig andere Prioritäten. Weiterhin würden neue soziale Wohltaten gefordert und ökologische Prestigeprojekte umgesetzt. Die nach wie vor ungeklärte Frage von Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit bei der Energiewende würde die Investitionsbereitschaft der Unternehmen an den heimischen Industrie-Standorten eher bremsen. „Zu viele Menschen in Deutschland glauben immer noch, dass unser Land unverwundbar ist“, erklärte Kirchhoff. Erfolge beim Arbeitnehmer-, beim Verbraucher- oder beim Klimaschutz seien aber nur mit einer starken Industrie zu erreichen. „Es wäre nicht schlecht, würde sich diese Erkenntnis auch wieder mehr in den Köpfen der Politiker festsetzen“, sagte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident. Das Jahr 2020 sei ein guter Zeitpunkt für eine grundlegende wirtschaftspolitische Erneuerung im Land.

Zu den Ergebnissen der METALL-NRW-Umfrage im Einzelnen.

Die Pressemitteilung erschien am 30. Dezember 2019 online bei METALL NRW.

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