fbpx
Image

Entscheidung, Elektroantrieb in Stuttgart zu fertigen, gutes Signal für Standort

13.12.19. Südwestmetall

Südwestmetall hat die Entscheidung des Daimler-Konzerns, Teile des Antriebsstrangs seiner künftigen Elektrofahrzeuge im Stammwerk Untertürkheim zu fertigen, als gutes Signal für den Standort bezeich-net. "Das Beispiel zeigt, dass die aktuelle Transformation bei aller Herausforderung auch Chancen bie-tet, die beherzt ergriffen werden können", sagte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Dick: "Das Bei-spiel zeigt aber offensichtlich auch, dass das nur funktionieren kann, wenn alle Beteiligten dazu beitra-gen, die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern." In vielen betrieblichen Situationen könne es erfahrungsgemäß nur mit Unterstützung der Belegschaften gelingen, die erforderlichen Inves-titionen in Zukunftstechnologien zu tätigen und wettbewerbsfähige Leitplanken für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu setzen, so Dick. Er sieht darin auch einen Fingerzeig für die im Frühjahr beginnende Tarifrunde in der M+E-Industrie. An den Chef der baden-württembergischen IG Metall gerichtet, sagte Dick: "Herr Zitzelsberger geht fehl in der Annahme, dass durch Verzicht von Beschäftigten keine Ar-beitsplätze gerettet oder geschaffen werden können – selbst wenn beispielsweise nur auf Extraleistun-gen oder weitere Gehaltszuwächse verzichtet wird." Der Arbeitgebervertreter appellierte zugleich an die IG Metall, angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Konjunkturflaute und Transformation nicht immer nur Forderungen an die Arbeitgeber und die Politik zu richten und die Beschäftigten dabei regel-mäßig auszuklammern: "Wir können den Wandel schaffen – aber nur wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang und am selben Ende ziehen."

© 2020 WEITERDENKER.ME - DIE ARBEITGEBER DER METALL- UND ELEKTRO-INDUSTRIE