fbpx
Image

Statement zur ersten Tarifkommissionssitzung der IG Metall Bayern zur Tarifrunde 2020 in der Metall- und Elektro-Industrie

16.01.2020, VBM

 

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., kommentiert das Ergebnis der ersten Tarifkommissionssitzung der IG Metall Bayern: 

„Der vbm begrüßt, dass die IG Metall Bayern in ihren Forderungsberatungen die Sicherheit der Arbeitsplätze berücksichtigt. Gerade als Automobil- und Maschinenbau-Standort Bayern stehen wir vor großen Herausforderungen. Unzutreffend ist die Einschätzung der IG Metall, es handle sich um eine „konjunkturelle Delle“. Die M+E Industrie steckt in einer Rezession, daran wird sich auch 2020 nichts ändern. Auch der Vorwurf, dass Unternehmen „ohne Not“ Stellen abbauen, trifft nicht zu. Die strukturellen Veränderungen vor allem durch die Digitalisierung, aber auch durch die Energiewende sind enorm. Es gibt also nur einen sehr engen Verteilungsspielraum. Die M+E Tarifentgelte sind in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen, das entspricht einem Reallohnplus von 18 Prozent. Zeitgleich hat die gesamtwirtschaftliche Produktivität um weniger als neun Prozent zugenommen. 

Die von der IG Metall geforderte Stärkung der Kaufkraft im Inland könne die massiven Rückgänge der Ausfuhren in unserer exportorientierten Industrie nicht annähernd kompensieren. 

Der vbm appelliert an die IG Metall, diese Fakten in ihre Forderungsberatungen aufzunehmen und ruft dazu auf, in den Diskussionen einen mittelstandgerechten Abschluss mit einzubeziehen. Der vbm ist selbstverständlich bereit, über die Steigerung der Standortattraktivität zur Sicherung von Arbeitsplätzen zu reden. Wir müssen jetzt eine besonders kluge und besonnene Tarifpolitik machen, die einen Wachstumsschub ermöglicht.“ 

 

© 2020 WEITERDENKER.ME - DIE ARBEITGEBER DER METALL- UND ELEKTRO-INDUSTRIE