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Produktion und Auftragseingang klar im Minus Brossardt: „Abschwung geht ungebremst weiter, Rezessionsende nicht in Sicht“

16.01.20, VBM

 

(München, 15.01.2020). Die Produktion in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) ist in den ersten elf Monaten des Jahres 2019 um 6,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Das melden die bayerischen M+E Arbeitgeberverbände bayme vbm. „Der Abschwung in unserer Industrie geht ungebremst weiter und ein Rezessionsende ist nicht in Sicht. Wir brauchen jetzt dringend ein Innovationsprogramm, um das wirtschaftlich schwierige Fahrwasser zu verlassen. Insbesondere den Sozialpartner rufen wir auf, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen positiv zu unterstützen. Überzogene Forderungen sind fehl am Platz“, kommentiert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. 

Die Aussichten für die kommenden Monate haben sich ebenfalls eingetrübt. Das zeigen die Auftragseingänge. Diese liegen in den ersten elf Monaten des Jahres 2019 um 2,9 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. „Positive Signale sind anhand der aktuellen Konjunkturdaten nicht zu erkennen. In der kommenden Tarifrunde erwarten wir ein maßvolles Vorgehen der IG Metall. Wir müssen wieder zu einer produktivitätsorientierten Lohnpolitik zurückzukehren und zugleich mehr betriebliche Flexibilität ermöglichen. Nur so können unsere Unternehmen die konjunkturelle Schwächephase überstehen und weiterhin für Beschäftigung und Wohlstand sorgen“, kommentiert Brossardt. 

Die Dringlichkeit zeigt sich auch darin, dass der Beschäftigungsaufbau in der Industrie zu Ende gegangen ist. Seit Juli dieses Jahres ist die Beschäftigtenzahl in der bayerischen M+E Industrie saisonbereinigt um insgesamt fast 4.000 Personen gesunken. „Wir erwarten, dass wir am Jahresende 2020 rund 10.000 Beschäftigte weniger in der bayerischen M+E Industrie haben, als derzeit. Wir haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren und dem müssen wir entgegenwirken. Wir brauchen jetzt Kostenentlastungen, ein ‚Weiter so‘ gefährdet hingegen industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung“, kommentiert Brossardt. 

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