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Antwort auf das von der IG Metall vorgeschlagene Stillhalteabkommen

30.01.20, Südwestmetall und vbm

Pressemitteilung von Südwestmetall und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. 

Renkhoff-Mücke und Wolf: „Arbeitgeber im Süden stehen für Verhandlungen zu Sicherung von Wettbewerb und Beschäftigung bereit“

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie (M+E) in Bayern und Baden-Württemberg, vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. und Südwestmetall, werden den IG-Metall-Bezirksleitungen ihrer Tarifgebiete zeitnah Terminvorschläge für die Aufnahme von Tarifverhandlungen un-terbreiten. Sie gehen damit auf das Angebot der IG Metall ein, unmittelbar in regionale Verhandlungen zu einem Zukunftspaket einzusteigen, um vor Ende der Friedenspflicht zu einem Tarifergebnis zu kommen. „Wir erwarten, mit der IG Metall ergebnisoffen und ohne Vorbedingungen ins Gespräch zu kommen“, erklärten vbm Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke und Südwestmetall Vorsitzender Stefan Wolf am Donnerstag im Anschluss an eine Präsidiumssitzung ihres Dachverbands Gesamtmetall.

vbm und Südwestmetall stimmten mit der IG Metall überein, dass angesichts der aktuellen Herausforderungen für die M+E-Industrie – Transformation und Konjunktur – der Fokus auf der Zukunftssicherung der Unternehmen und der betrieblichen Beschäftigungssicherung liegen müsse. „Wir begrüßen auch die Bereitschaft der IG Metall, zu diesem Zwecke die ausgetrampelten Pfade zu verlassen und auf die üblichen Rituale in Tarifauseinandersetzungen zu verzichten“, sagten Renkhoff-Mücke und Wolf.

Allerdings dürfe die IG Metall, wenn sie es ernst meine, diese Bereitschaft nicht an überzogene oder gar unerfüllbare Erwartungen knüpfen: „Wir als Verbände können beispielsweise keine verbindlichen Zusagen machen, die den Betrieben Maßnahmen zum Personalabbau, zu Ausgliederungen, Produktverlagerungen oder Standortschließungen untersagen. Dafür muss die IG Metall Verständnis haben“, sagten Renkhoff-Mücke und Wolf.

Die beiden Verbände sehen – in Abstimmung mit allen anderen Metallarbeitgeberverbänden in Deutschland – die von der IG Metall mit dem Angebot eines Stillhalteabkommens vorgebrachten Vorgaben als Themenvorschläge für die anstehenden Tarifgespräche. „Auch wir haben unsererseits Anliegen, über die wir mit der IG Metall nun zeitnah ins Gespräch kommen wollen“, sagten Renkhoff-Mücke und Wolf.
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