Fakten

Entwicklung der Steuereinnahmen

Die sehr gute Konjunktur der vergangenen Jahre und der damit verbundene Beschäftigungsboom bescheren dem Staat Steuereinahmen in Rekordhöhe. Nach Schätzung des Bundesministeriums der Finanzen kann der Staat im Jahr 2019 mit rund 807 Milliarden Euro Steuereinnahmen rechnen. Damit ist das Steueraufkommen seit der Finanzkrise 2008/2009 um +52 Prozent angestiegen.

Entwicklung der Steuereinnahmen

Arbeitszeiten in der M+E-Industrie im internationalen Vergleich

Die M+E-Unternehmen in Deutschland müssen mit den weltweit kürzesten Arbeitszeiten auskommen.

Arbeitszeiten in der M+E-Industrie im internationalen Vergleich

Lohnkosten und Produktivität

Die hohen Arbeitskosten in Deutschland müssen durch eine entsprechend hohe Produktivität ausgeglichen werden. Deshalb ist die Entwicklung der Produktivität aus Sicht der M+E-Arbeitgeber die einzige Richtschnur für Tarifverhandlungen: Nur das, was zusätzlich erwirtschaftet wird, kann auch verteilt werden. Gerade hier zeigt die M+E-Industrie aber Schwächen: Nach der Krise von 2008/2009 hat sich die Produktivität viel langsamer entwickelt als zuvor. Die hohen Tarifabschlüsse können nicht mehr durch ein entsprechendes Produktivitätswachstum ausgeglichen werden.

In Zahlen: Seit 2011 sind die Arbeitskosten um 23,6 Prozent gestiegen, während die Produktivität nur um 1,1 Prozent zunahm.

Die schwache Entwicklung der Produktivität ist ein Spiegel des hohen Beschäftigungszuwachses in den vergangenen Jahren. Sie ist aber auch die Folge der Investitionsverlagerung ins Ausland und der heimischen Investitionsschwäche, die von Unsicherheit, hohen Kosten und insgesamt ungünstigen Rahmenbedingungen verursacht wird.

Die Folge: Die Lohnstückkosten sind von 2012 bis 2018 um rund 22 Prozent gestiegen. Das ist deutlich mehr als die Wettbewerber der deutschen M+E-Industrie zu verkraften hatten. Diese Entwicklung belastet die internationale Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie ganz erheblich. Die Schwäche der Produktivität trifft aber nicht nur die M+E-Industrie, sondern die Wirtschaft insgesamt.

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Schnelles Internet - Deutschland hinkt hinterher

Deutschland hinkt beim Ausbau des schnellen Internet hinterher. Laut OECD waren im Dezember 2018 lediglich 3,2 Prozent der Festnetz-Internetanschlüsse mit einem Glasfaserkabel verbunden. In fast keinem anderen Industriestaat war dieser Anteil so gering wie in Deutschland. Andere Industrienationen, wie Japan, Südkorea, USA – unsere Mitbewerber auf internationalen Märkten – sind uns da weit voraus und bringt entsprechende Wettbewerbsnachteile für die deutsche M+E-Industrie.

Aber auch innerhalb Deutschlands sind die Unterschiede groß. Während sich die Anbindung an das schnelle Internet in den Metropolregionen noch ganz gut darstellt, kämpfen andere Regionen besonders in Ostdeutschland mit gravierender Unterversorgung. Manche Betriebe wandern gar ab, da sie für sich keine Zukunft ohne moderne digitale Infrastruktur sehen.

Der Bundesverkehrsminister ist gefordert, den Breitbandausbau schnell voranzubringen, um Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen auf Auslandsmärkten, aber auch innerhalb Deutschlands, abzubauen.

Arbeitskosten in der M+E-Industrie im internationalen Vergleich

Die hohen Arbeitskosten in Deutschland sind ein entscheidender Standortnachteil und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit. Die M+E-Industrie in Deutschland geht mit hohen Arbeitskosten in den internationalen Wettbewerb: 44,90 Euro kostete 2018 im Schnitt die Arbeitsstunde. Die wichtigsten europäischen Wettbewerber können mit deutlich niedrigeren Arbeitskosten kalkulieren (z. B. Tschechien mit nur rund 30 Prozent der deutschen Arbeitskosten, Polen sogar mit nur knapp 25 Prozent).

Tarifniveau in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland

Die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie haben in den zurückliegenden 28 Jahren deutlich an der wirtschaftlichen Entwicklung partizipiert. Ihr tarifliches Jahresentgelt stieg seit der Wiedervereinigung nominal um über 115 Prozent und real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um rund 31 Prozent. Ein M+E-Mitarbeiter, der 1990 rund 24.500 Euro im Jahr verdiente, kam allein durch die Tarifsteigerungen bis 2018 schon auf etwa 52.957 Euro. Noch größer wird der Zuwachs, wenn man zusätzlich auch die Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur, also die Verschiebung hin zu höher qualifizierter und besser bezahlter Arbeit, berücksichtigt.

Tarifliches Entgelt

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