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Metall-Tarifvertragsparteien in Thüringen erzielen Einigung für Tarifrunde 2020 - VMET stimmt der Übernahme des Tarifergebnisses aus NRW einstimmig zu

VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser: "Das Tarifpaket ist ein vernünftiges Signal und gibt notwendige Planungssicherheit für Unternehmen und Beschäftigte in dieser außergewöhnlich schwierigen Situation"

26.03.20, VMET

Die Gremien des VMET haben die Übernahme des am 19. März in NRW erzielten Tarifabschlusses einstimmig für Thüringen beschlossen. Damit haben die Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen ein umfassendes Vertragspaket geschnürt und zügig auf die Corona-Krise reagiert. Danach wird der bisherige Tarifvertrag bis Ende 2020 ohne Entgelterhöhungen wieder in Kraft gesetzt. Das Tarifpaket enthält neue tarifliche Instrumente zur Abfederung sozialer Härten bei Kurzarbeit, der Bewältigung von Kinderbetreuung und zum Umgang mit Beschäftigungsausfällen. Ein betrieblicher Finanzierungstopf, der mit 350 Euro pro Vollzeitbeschäftigten gefüllt wird, kann je nach wirtschaftlicher Lage zur Abmilderung sozialer Härten bei Kurzarbeit verwendet werden. Außerdem gibt es Vereinbarungen zur Bewältigung von Engpässen in der Kinderbetreuung. Dazu gehören fünf zusätzlich freie Tage für Mitarbeiter, die Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres betreuen, weil Schulen und Kindertagesstätten aus Gründen des Gesundheitsschutzes geschlossen haben. Diesen Beschäftigten werden unter Weiterzahlung des Arbeitsentgelts bis zu fünf Tage Freizeit gewährt, wenn alle anderen Möglichkeiten (z.B. Nutzung bestehender staatlich finanzierter Freistellungszeiten, Verbrauch von Resturlaubsansprüchen oder der Abbau bestehender Guthaben auf Arbeitszeitkonten) ausgeschöpft sind. Alle Vereinbarungen haben eine Mindestlaufzeit bis 31. Dezember 2020.

VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser sagte: "Dieser Tarifvertrag ist ein vernünftiges Signal und gibt den Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen bis Jahresende Planungssicherheit in dieser außergewöhnlich schwierigen Situation. In den nächsten Wochen geht es vor allem darum, Firmen und Beschäftigten die nötige Flexibilität zu geben, um die wirtschaftlichen Schäden soweit wie möglich abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Das zügig erzielte Tarifergebnis zeigt auch, dass die Tarifpartner in Krisenzeiten schnell und zielführend handeln, um konstruktive krisensichere Lösungen zu finden."

Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen ist der Arbeitgeberverband für 53 Betriebe mit 18.000 Beschäftigten. Dazu gehören Maschinenbauer, Firmen aus der Automobilindustrie sowie Spezialisten aus der Luftfahrt, Medizin- und Elektroindustrie.
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