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Gemeinsame Lösungssuche, aber keine Annäherung

28.02.20, Niedersachsenmetall, BG Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Erste Tarifverhandlung der regionalen Metall- und Elektroindustrie

Heute fand im Osnabrücker Haus der Industrie die erste Tarifverhandlung für die Beschäftig-ten der regionalen Metall- und Elektroindustrie statt. Übereinstimmend wurde die wirtschaftliche Lage als schwierig beurteilt. In einem intensiven Austausch über die gegenseitigen Erwartungen wurde deutlich, dass insbesondere die exportstarken Branchen und vor allem Unternehmen, die in den Bereichen Mobilität und Energie aktiv sind, durch den Konjunkturabschwung und den tiefgreifenden Strukturwandel doppelt herausgefordert sind. Während die IG Metall Beschäftigungssicherung in den Fokus rückte, betonten die Arbeitgeber, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe die beste Grundlage für nachhaltige Beschäftigung sei.

„Als Arbeitgeber denken wir immer zukunftsorientiert. Wir brauchen eine Tarifrunde, die jetzt und aber auch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen unterstützt“, betonte Dr. David Frink, regionaler Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vorstandsvorsitzender der Bernard Krone Holding SE & Co. KG in Spelle. „Die Zukunft lässt sich nicht regulieren und technologischer Wandel nicht aufhalten. Aber wir haben die Chance, den Wandel gemeinsam sozialpartnerschaftlich zu flankieren“, so Frink. Die Lage in den einzelnen Unternehmen sei sehr unterschiedlich. Für alle gelte aber, dass man unbedingt die Kostenseite und die Komplexität von Tarifergebnissen im Blick behalten müsse. Gefragt seien innovative tarifpolitische Instrumente und Vereinbarungen, die die unternehmerische Entscheidungsfreiheit erhalten und die Unternehmen im Markt stärken.

Eine Annäherung konnte nicht erzielt werden. Es wird weiter versucht, innerhalb der Friedenspflicht, die am 28. April endet, zu einer Lösung zu kommen. Die Verhandlungen werden am 17. März fortgesetzt.
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