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Dr. Mallmann: „In der Sache sind wir noch weit auseinander!“

20.02.20, Metall NRW

Metall-Tarifrunde 2020: NRW-Arbeitgeber bezeichnen Verhandlungsprozess als konstruktiv und ergebnisoffen

Als „zufriedenstellend“ haben die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber das bisherige Verfahren der Sondierungsverhandlungen zur Tarifrunde 2020 in NRW bezeichnet. Nach drei Gesprächsrunden mit der IG Metall sei das feste Bemühen beider Seiten erkennbar, in einer konjunkturell und strukturell schwierigen Situation für den mit rund 700.000 Beschäftigten bedeutendsten Industriezweig des Landes nach vernünftigen Lösungen zu suchen. In der Sache seien die Tarifparteien aber noch weit auseinander. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Dr. Luitwin Mallmann, sagte am Donnerstag in Düsseldorf, den Unternehmen müssten Instrumente zur Verfügung gestellt werden, die sie dabei unterstützten, besondere Herausforderungen bewältigen zu können. „Es gibt allerdings noch sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, welche Wege hier zielführend sein können“, erklärte Mallmann. Die NRW-Metallarbeitgeber setzten dabei auf pragmatische und effiziente Tarifangebote für die Unternehmen des Industriezweigs. Dies schließe ein tarifliches Zwangssystem aus, das insbesondere mittelständische Betriebe mehr behindere als fördere.

Die Atmosphäre in den bisher drei Gesprächsrunden mit der IG Metall bezeichnete Mallmann als „konstruktiv und ergebnisoffen“. Es sei ein gemeinsames Grundverständnis über die zum Teil komplexen Fragestellungen etwa in den Bereichen Transformation und Qualifizierung entwickelt worden. Ziel sei es, innerhalb der Friedenspflicht – sie endet am 28. April – einen tragfähigen Abschluss für die Tarifrunde 2020 zu vereinbaren. Der IG Metall müsse bewusst sein, dass der zur Verfügung stehende Verteilungsspielraum angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche und der Herausforderungen von Energiewende, Digitalisierung und Mobilitätswende äußerst gering sei. Vor diesem Hintergrund seien zu hohe Forderungen beim Entgelt, zu höheren Altersteilzeitquoten oder nach Nachhaltigkeitsboni für IG-Metall-Mitglieder wenig hilfreich.
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